Ausflug in die Umgebung unserer Stadt

Unserer Tradition folgend, unternahm der Heimatverein, anlässlich Christi Himmelfahrt wieder einen Ausflug in die Umgebung unserer Stadt. Dabei konnte viel Wissenswertes zur älteren und jüngeren Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung vermittelt werden. Wir trafen uns um 10 Uhr an der Marienkirche um am Posaunengottesdienst teilzunehmen und hörten eine ausgezeichnete Predigt von Pfarrer Arne Tesdorff. Von hier aus fuhren wir zu der Anfang des 19. Jahrhunderts erbauten Mühle von Lehmann & Sohn, im Volksmund auch „Sauerkraut Lehmann“ genannt. Von den noch vorhandenen Bauten konnten wir leider nicht viel sehen da alles abgesperrt ist und sich in Privatbesitz befindet.

Im „Sebaldushof“ erfuhren wir vom Bau der Papierfabrik im Jahre 1805 und deren weiterer Entwicklung. Im ehemaligen Arbeitslager der Metallwarenfabrik Treuenbrietzen GmbH steht ein Gedenkstein für den Befreier des Lagers 1945, Gardeoberleutnant F.I. Scharschinski. Auf Anfrage des Heimatvereins erhielten wir aus den russischen Archiven folgende Auskunft: Scharschinski ist am 21. April 1945 an der Straße zwischen der Stadt Dahme/M. und der Stadt Jüterbog gefallen. H. Päpke schrieb in den 1980 ziger Jahren das man in den frühen Nachmittagsstunden in Altes Lager ein Platz zum Aufbahren für Schartschinski suchte. In der Jahnstraße in Treuenbrietzen hat die Aufbahrung eines Offiziers laut Bericht einer Augenzeugin in diesem Zeitraum stattgefunden. Auch wurde über ein besonders gekennzeichnetes Grab auf dem Berliner Dreieck berichtet. Die sterblichen Überreste von Schartschinski ruhen heute auf dem „Heldenhain“. Da auch die Zeitabstände zu den geschichtlichen Fakten nicht übereinstimmen kann man sagen, dass der Gardeoberleutnant Schartschinski Treuenbrietzen nicht lebend erreicht hat.

Die nächste Station war die mittelalterliche Dorfwüstung „Heidehufen“ am alten Brachwitzer Weg. In Brachwitz konnten wir uns im Biergarten mit frischer Bratwurst und Bier versorgen bevor es dann zur „Neuen Mühle“ nach Treuenbrietzen weiterging. Auch hier gab es einige Informationen zur Historie. Letzte Station war die alte Kläranlage in der Lindenallee. Hiermit bedanken wir uns bei Herrn Meinusch der uns den Zugang zur Anlage ermöglicht hat. Unter der sachkundigen Führung unseres Heimatfreundes E. Brendel erfuhren wir viele interessante Einblicke in die Abläufe und die Arbeitsweise der alten Kläranlage. Vielen Dank dafür. Mit wenig Aufwand wurde damals viel erreicht. Heute hat man dafür das Wort „Nachhaltigkeit“ neu erfunden. Zum Schluss des Tages waren wir bei Familie Heidenreich zum Grillen eingeladen. Die Getränke wurden ebenfalls von Fam. Heidenreich spendiert. Für die tolle Gastfreundschaft und ihre Arbeit möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

W. Ucksche

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